„Ich hatte die ganze Woche schon ein gutes Gefühl und am Freitagmorgen in der Vertretungsstunde der 4 c hat Anton mir bereits gesagt: Ich will heute gewinnen!“
, so Schulleiter Christoph Waltermann im Anschluss an den kreisweiten plattdeutschen Lesewettbewerb am vergangenen Freitag.
Das der Ludgerischüler Anton Stucht tatsächlich die Siegerurkunde und das Preisgeld von 80 € inklusive einer Geschenktüte mit nach Neuenkirchen nehmen durfte, bereitete den anwesenden Mitgliedern des Heimatvereins Neuenkirchen um den Vorsitzenden Karl Dropmann, die für das Coaching und Tipps im Vorfeld zuständig waren, sichtlich Freude: „Neuenkirchen ist derzeit auf dem Plattdeutsch-Thron im Kreis – und dass völlig zurecht!“

Nach den tollen dritten Plätzen im Herbst 2020 durch Lina Luisa Mohr und im Frühjahr 2024 durch Malte Lansmann gelang nun im insgesamt 6. Anlauf seit der ersten Teilnahme im Jahr 2016 der erhoffte Sieg.
Das Rezept ist dabei denkbar einfach. Im Herbst vor dem Wettbewerb werden alle Dritt- und Viertklässler der Ludgerischule auf den anstehenden Lesewettbewerb hingewiesen und es findet ein „Lesecasting“ – meist mit etwa 20 teilnehmenden Kindern - statt. Die besten 6 Leserinnen und Leser kommen weiter und erhalten in drei Extra-Terminen mit Mitgliedern des Heimatvereins und ehemaligen Lehrerinnen der Ludgerischule Tipps und Hinweise. Beim anschließenden schulinternen Leseentscheid wird der Schulsieger ermittelt – in diesem Jahr in einem hochwertigen internen Wettbewerb mit knappen Vorsprung Anton Stucht.

Beiträge hierzu siehe: Lesecasting mit 16 Schülerinnen und Schülern und Anton wird Schulsieger

Die ehemalige Schulleiterin, Angelika Fenk-Stein, die am Freitag leider verhindert war, schrieb am Freitagmorgen noch eine Nachricht: „Anton ist ein toller Leser mit guter Betonung – und er ist ein kerniger Typ!“ Und sie hatte recht: das Gesamtpaket stimmte: selbstbewusstes Auftreten, knalliges Schul-T-Shirt, ein lustiger Lesebeitrag vom „dicken grauten Schinken“, ein flüssiger Lesevortrag mit perfekter Betonung, eine anwesende Fanschar mit Großmüttern, Familie, Heimatverein und weiteren Unterstützern aus der Ludgerischule.

Der verdiente Sieg ist der Lohn! Und es werden bestimmt noch einige Auftritte folgen – beim Heimatverein (siehe Link hier) und ganz sicher bei der Verabschiedungsfeier der Viertklässler im kommenden Sommer.
(Text und Fotos: Christoph Waltermann)






